„Willkommen, Zweitausendzwanzig“ ♡ Poetry-Text 

~ ~ ~

Warum nicht wieder daran erinnern,
wer wir waren?
Lang bevor sie uns Geschichten erzählten –
von traurigen Verlierern und strahlenden Gewinnern.

Warum nicht mal unsere vollen Köpfe ausleeren?
Wie Jackentaschen von zerknittertem Kaugummi- und Schokoladenpapier.
Raus mit all den fremden Gedanken,
von denen wir dachten, sie seien richtig hier.

Warum nicht jedem Gefühl ehrlich in die Augen schauen?
Wie ein Paar bei Kerzenschein,
das nicht mehr viele Worte teilt – bei Pasta und rotem Wein.
Sich endlich mal trauen
und fragen: Gehörst du eigentlich noch zu mir?

Komm, ab heute vergessen wir mal all die Geschichten,
die wir nicht müde werden, uns zu erzählen.
In denen wir uns lange Bärte andichten,
was wir zu tun haben und zu lassen.
Weshalb wir jetzt gegen hohe Mauern laufen müssen,
und Angst haben – vor Abenteuern fernab der Komfortzone, inmitten von reißenden Flüssen.
Weil wir doch hier ‘ne Wunde haben
und da ein gebrochenes Herz.

Lass doch heute mal kapieren,
dass Gestern vorbei ist und kein noch so goldener Morgen uns hetzt.
Wir unsere Lebensjahre wie ein kaputter Drucker nur sinnlos kopieren,
wenn wir nicht endlich leben – und zwar genau jetzt!

Willkommen, Zweitausendzwanzig.

~ ~ ~

©Lisa Sofie Mros – made by hand & with love ♡

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