Als sie ging

Er war immer da.

In ihren Gedanken.

Aber vor allem in ihrem Herzen.

Hatte sich dort ein kleines Plätzchen gesucht.

Und es sich gemütlich gemacht.

Zu Beginn nur als kleine Flucht.

Bis aus einem „Bis bald mal“ ein „Wann sehen wir uns endlich wieder“ wurde.

Denn bei ihr war alles Laute leise.

All das Chaos in seinem Leben hielt kurz inne.

Und die Sonne strahlte immer etwas heller.

„Was ein Glück“, dachte er – und entschwand immer öfter aus seinem Alltag.

Der grau und trist wirkte. Ihn überrollte. Ohne sie.

Er nahm immer mehr von ihr und gab, was ihm möglich war.

Und überhörte dabei, was ihr Herz ihm zuflüsterte.

Wollte oder konnte nicht sehen – den wunderschönen Tanz beider Seelen.

Jedes Mal, wenn sie sich spürten.

Er war gefangen – irgendwo zwischen Verantwortung und Leidenschaft.

Zwischen Sicherheit. Und dem Leben.

Sie liebte ihn.

Und wusste doch: Eine leidende Seele kann nicht das Leben umarmen. Fühlt sich schwer. Und verliert sich am Ende – in einer Illusion.

Und weil sie nichts weniger konnte, als in seinem Herzen zu leben.

Gab sie ihm einen letzten Kuss.

Und ging.

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