Warum es so wichtig ist, welche Geschichte du über dich erzählst

Du und ich, jeder Mensch auf dieser Welt hat seine eigene, ganz unverwechselbare Geschichte. Eine Geschichte, die all das umfasst, was uns auf unserem bisherigen Lebensweg widerfahren ist – ob positiv oder negativ,  Eine Geschichte, die sich niederschreiben lässt wie in einem Buch. Gehen wir einmal davon aus, du schreibst deine Geschichte tatsächlich auf. Mit allen Glücksmomenten und freudigen Ereignissen, aber natürlich auch mit den Krisen und Tiefschlägen, die dir widerfahren sind. Stell dir vor, du hast die letzte Seite geschrieben. Dein Buch wird gedruckt, und das erste Exemplar liegt vor dir. Stolz streichst du mit den Händen über den harten Einband und fährst mit dem Finger den Namen des Autors nach. Ein unbeschreibliches Gefühl durchfährt dich – in diesem Buch geht es allein um dein Leben, um deine Geschichte. Aber Moment, du stutzt ungläubig, da steht nicht dein Name auf dem Buchcover!  Ein anderer Name ziert dein Werk – wie bei so vielen Menschen auf dieser Welt. Der Name deiner Mutter, deines Vaters, deiner Schwester, wenn du eine hast, vielleicht deiner Grundschullehrerin, deines ersten Freundes, deines ersten Arbeitgebers. Und vielleicht stehen auch auf deinem Buch die Namen von wildfremden Menschen, denen du einmal zufällig begegnet bist, in der Bahn möglicherweise, oder an der Kasse im Supermarkt. Menschen, die du gar nicht kennst. Wie kann das sein?, fragst du dich. Ganz einfach. Weil du diesen Menschen die Erlaubnis gegeben hast, deine Geschichte für dich zu schreiben. Sie alle haben dich geprägt und dich zu der Person gemacht, die du heute bist. Sie haben deine guten Seiten bestärkt, dir Liebe geschenkt und dir das Gefühl gegeben, genug zu sein – von deiner Geburt an. Aber sie haben dir auch vor Augen geführt, was du nicht kannst oder was du nicht bist, noch bevor du es selbst wusstest. Deine Mutter vielleicht, die oft ängstlich vor neuen Herausforderungen stand und ihre Sorgen und Zweifel auf dich übertrug, wenn du in deiner noch kindlichen Begeisterung neues wagen wolltest, und dir damit vermittelte, dass die Welt kein sicherer Ort sei. Oder dein Vater, der dich kontrollierte und dir damit das Gefühl gab, du machst nie etwas „richtig“. Deine Lehrerin, die dir mit einer Fünf unter der Klassenarbeit bescheinigte, dass Rechnen nichts für dich ist und niemals sein wird und dies mit der einfachen Erklärung erläuterte, dass deine Schwester eben auch schon immer schlecht in Mathematik war. Vielleicht auch deine erste große Liebe, die dich von heute auf morgen verließ, weil die Gefühle einfach nicht mehr da waren, was dein Vertrauen in einen anderen Menschen bis ins tiefste Mark erschütterte, aber vor allem das Vertrauen in dich, dass du nicht reichst, so wie du bist. Sie alle haben deine Denkmuster und Glaubenssätze geprägt, die du heute von dir selbst hast, die tief in dir verankert sind, und aus denen du deine Identität begründest. Glaubenssätze, auf die sich dein Ego stützt, die dir Grenzen setzen, wo nie welche waren. Die dich wie im Autopiloten durchs Leben führen, weil sie scheinbar wissen, was gut für dich ist und was schlecht.

Lebst du das Leben, das du aus tiefstem Herzen leben möchtest? Gehst du bereits den Weg, auf dem sich dein Selbst voller Hingabe entfalten kann? Wo alles möglich ist und alles neu gedacht werden kann? Du bist frei. Frei von allen Erwartungen, Verpflichtungen und Prägungen. Tritt das Abenteuer an, das sich Leben nennt, nimm dir einen Stift und ein Papier und fang heute damit an, deine Geschichte selbst zu schreiben.

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